{"id":39,"date":"2017-11-19T20:00:00","date_gmt":"2017-11-19T20:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/chuchichaeschtli.li\/?p=39"},"modified":"2022-05-19T20:23:39","modified_gmt":"2022-05-19T19:23:39","slug":"sauerkraut-und-nackte-fuesse","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/chuchichaeschtli.li\/?p=39","title":{"rendered":"Sauerkraut und nackte F\u00fcsse"},"content":{"rendered":"<p>Ich bin in einer sehr l\u00e4ndlichen Gegend aufgewachsen. Und ich kann mich erinnern, dass es \u00fcber das Jahr verteilt viele Traditionen gab, an denen jeweils die ganze Familie teilgenommen hat. So zum Beispiel im Fr\u00fchjahr Kartoffeln setzen, das Mosten im Herbst und &#8211; f\u00fcr uns Kinder immer ein H\u00f6hepunkt &#8211; Sauerkraut machen.<\/p>\n<p>So haben wir uns vor zwei Jahren entschieden, diese alte Tradition wieder aufleben zu lassen. Warum? Es macht Spass, unseren Kindern einige dieser alten Traditionen weiterzugeben!<\/p>\n<p>Hilfsmittel braucht es nicht viele. Unumg\u00e4nglich ist ein G\u00e4rtopf (z.B. ein 10l-Topf aus der Landi) und einen Krauthobel (alternativ geht auch ein grosses Messer\u2026.). Dazu nat\u00fcrlich 10 kg Weisskohl \/ Kabisk\u00f6pfe, etwas Salz (ca 10-15 gr pro 1 kg Kohl) und eine Handvoll Wachholderb\u00e4ren \u2013 \u00e4h -beeren. Und nicht vergessen: Ein paar Kinderf\u00fcsse.<\/p>\n<p>&#8222;Kinder: Wisst Ihr noch, letztes Jahr? Wollt Ihr wieder mitmachen?&#8220;<br \/>\n&#8222;Was denn, Papi?&#8220;<br \/>\n&#8222;Sauerkraut stampfen!&#8220;<br \/>\n&#8222;Der Mittlere: Au JAAAAA!!&#8220;<br \/>\n&#8222;Die Kleine: Quieeeetsch?!?&#8220;<br \/>\n&#8222;Der Grosse: W\u00e4h, Gruusig!&#8220;<\/p>\n<p>Nun ja, auch dies hat sich dann ergeben. Kaum waren die Kabisk\u00f6pfe gehobelt im grossen Bottich gelandet, standen alle Drei mit nackten F\u00fcssen da. Nun bitte sehr gr\u00fcndliches Waschen nicht vergessen (Sauberkeit ist sehr wichtig \u2013 und das Auge ist mit J), das Salz reingeben, und los geht\u2019s. Das Kraut muss mit den F\u00fcssen (unterst\u00fctzt von Papis F\u00e4usten) solange zerdr\u00fcckt werden, bis es so richtig im Saft schwimmt, was erstaunlich schnell geht. Salzgehalt pr\u00fcfen: Es muss angenehm salzig schmecken. Eine kleine Handvoll Beeren reingeben und alles sorgf\u00e4ltig in den G\u00e4rtopf schichten. Auf den Boden und obendrauf lege ich immer ein paar \u00fcbriggebliebene Kohlbl\u00e4tter. Wichtig: Das Kraut muss <u>vollst\u00e4ndig<\/u> mit Saft bedeckt sein. Dann Abschlusssteine draufpacken, Topf verschliessen und die ersten 2-3 Wochen etwas w\u00e4rmer, dann im Keller lagern. Unbedingt regelm\u00e4ssig den Fl\u00fcssigkeitspegel und die Sauberkeit kontrollieren. Wenn n\u00f6tig, Belag entfernen und Fl\u00fcssigkeit im Topf und am Rand mit Salzwasser auff\u00fcllen. Ab etwa 4 Wochen k\u00f6nnt Ihr bereits das erste Mal probieren.<\/p>\n<p>Bei Fragen ungeniert auf mich zukommen oder das Internet zu Rate ziehen.<\/p>\n<p>En Gueta, Euer Pascal<\/p>\n<p>(1. Ver\u00f6ffentlichung im Seegr\u00e4bner Boten im Dezember 2015)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich bin in einer sehr l\u00e4ndlichen Gegend aufgewachsen. Und ich kann mich erinnern, dass es \u00fcber das Jahr verteilt viele Traditionen gab, an denen jeweils die ganze Familie teilgenommen hat. So zum Beispiel im Fr\u00fchjahr Kartoffeln setzen, das Mosten im Herbst und &#8211; f\u00fcr uns Kinder immer ein H\u00f6hepunkt &#8211; Sauerkraut machen. 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