{"id":161,"date":"2019-12-01T15:18:04","date_gmt":"2019-12-01T14:18:04","guid":{"rendered":"http:\/\/chuchichaeschtli.li\/?page_id=161"},"modified":"2019-12-11T08:23:12","modified_gmt":"2019-12-11T07:23:12","slug":"anjas-adventskalender","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/chuchichaeschtli.li\/?page_id=161","title":{"rendered":"Anja&#8217;s Adventskalender"},"content":{"rendered":"\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p>Freude ist eine Liebeserkl\u00e4rung an das Leben<\/p><cite>A.L. Balling<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"599\" src=\"http:\/\/chuchichaeschtli.li\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Adventskranz-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-166\" srcset=\"http:\/\/chuchichaeschtli.li\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Adventskranz-1.jpg 800w, http:\/\/chuchichaeschtli.li\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Adventskranz-1-300x225.jpg 300w, http:\/\/chuchichaeschtli.li\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Adventskranz-1-768x575.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Liebe Anja. <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ich habe mir lange \u00fcberlegt, was ich Dir heute, am 1. Tag Deines neuen Lebens und im 11. T\u00fcrchen des Adventskalender, schenken k\u00f6nnte. Und so habe ich mir gedacht, ich schicke Dir etwas zum Lesen, etwas zum Schmunzeln, etwas zum Nachdenken und etwas Besinnliches aus dem Reiche der Literatur. <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gedichte Lesen hat mir schon immer viel Spass gemacht. Und so findest Du hier 2 Schmankerl, die Dir heute ein paar gen\u00fcssliche Minuten schenken sollen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das erste Gedicht ist von Johann Wolfgang G\u00f6the &#8211; ein herrliches St\u00fcck Lyrik, bei welchem ich immer den Trickfilm von Walt Disney mit Micky Maus als Zauberlehrling vor Augen haben &#8211; den kannst Du sicher auch auf Youtube finden.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das zweite Gedicht stammt von Gottfried Keller. Als ich es gelesen hatte, hatte ich in mir so ein Gef\u00fchl, als dass es sehr gut in dies Zeit passen k\u00f6nnte.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Viel Spass, bin gespannt auf Dein Feedback \ud83d\ude42 <\/strong><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der Zauberlehrling von J.W. G\u00f6the<\/h2>\n\n\n\n<p> Hat der alte Hexenmeister <br> Sich doch einmal wegbegeben! <br> Und nun sollen seine Geister <br> Auch nach meinem Willen leben! <br> Seine Wort&#8216; und Werke <br> Merkt&#8216; ich und den Brauch, <br> Und mit Geistesst\u00e4rke <br> Tu&#8216; ich Wunder auch.<\/p>\n\n\n\n<p>     Walle! Walle <br>     Manche Strecke, <br>     Da\u00df, zum Zwecke, <br>     Wasser flie\u00dfe <br>     Und mit reichem, vollem Schwalle <br>      Zu dem Bade sich ergie\u00dfe. <br><\/p>\n\n\n\n<p> Und nun komm, du alter Besen, <br> Nimm die schlechten Lumpenh\u00fcllen! <br> Bist schon lange Knecht gewesen, <br> Nun erf\u00fclle meinen Willen! <br> Auf zwei Beinen stehe, <br> Oben sei ein Kopf, <br> Eile nun und gehe <br> Mit dem Wassertopf! <br><\/p>\n\n\n\n<p>     Walle! walle <br>     Manche Strecke, <br>     Da\u00df, zum Zwecke, <br>     Wasser flie\u00dfe <br>     Und mit reichem, vollem Schwalle <br>     Zu dem Bade sich ergie\u00dfe. <br><\/p>\n\n\n\n<p> Seht, er l\u00e4uft zum Ufer nieder; <br> Wahrlich! ist schon an dem Flusse, <br> Und mit Blitzesschnelle wieder <br> Ist er hier mit raschem Gusse. <br> Schon zum zweiten Male! <br> Wie das Becken schwillt! <br> Wie sich jede Schale <br> Voll mit Wasser f\u00fcllt! <br><\/p>\n\n\n\n<p>     Stehe! stehe! <br>     Denn wir haben <br>     Deiner Gaben <br>     Voll gemessen! &#8211; <br>     Ach, ich merk&#8216; es! Wehe! Wehe! <br>     Hab&#8216; ich doch das Wort vergessen! <br><\/p>\n\n\n\n<p> Ach, das Wort, worauf am Ende <br> Er das wird, was er gewesen. <br> Ach, er l\u00e4uft und bringt beh\u00e4nde! <br> W\u00e4rst du doch der alte Besen! <br> Immer neue G\u00fcsse <br> Bringt er schnell herein, <br> Ach! und hundert Fl\u00fcsse <br> St\u00fcrzen auf mich ein. <br><\/p>\n\n\n\n<p>     Nein, nicht l\u00e4nger <br>     Kann ich&#8217;s lassen; <br>     Will ihn fassen. <br>     Das ist T\u00fccke! <br>     Ach! nun wird mir immer b\u00e4nger! <br>     Welche Miene! welche Blicke! <br><\/p>\n\n\n\n<p> Oh, du Ausgeburt der H\u00f6lle! <br> Soll das ganze Haus ersaufen? <br> Seh&#8216; ich \u00fcber jede Schwelle <br> Doch schon Wasserstr\u00f6me laufen. <br> Ein verruchter Besen, <br> Der nicht h\u00f6ren will! <br> Stock, der du gewesen, <br> Steh doch wieder still! <br><\/p>\n\n\n\n<p>     Willst&#8217;s am Ende <br>     Gar nicht lassen? <br>     Will dich fassen, <br>     Will dich halten <br>     Und das alte Holz beh\u00e4nde <br>     Mit dem scharfen Beile spalten. <br><\/p>\n\n\n\n<p> Seht, da kommt er schleppend wieder! <br> Wie ich mich nun auf dich werfe, <br> Gleich, o Kobold, liegst du nieder; <br> Krachend trifft die glatte Sch\u00e4rfe! <br> Wahrlich, brav getroffen! <br> Seht, er ist entzwei! <br> Und nun kann ich hoffen, <br> Und ich atme frei! <br><\/p>\n\n\n\n<p>     Wehe! Wehe! <br>     Beide Teile <br>     Stehn in Eile <br>     Schon als Knechte <br>     V\u00f6llig fertig in die H\u00f6he! <br>     Helft mir, ach! ihr hohen M\u00e4chte! <br><\/p>\n\n\n\n<p> Und sie laufen! Na\u00df und n\u00e4sser <br> Wird&#8217;s im Saal und auf den Stufen: <br> Welch entsetzliches Gew\u00e4sser! <br> Herr und Meister, h\u00f6r&#8216; mich rufen! &#8211; <br> Ach, da kommt der Meister! <br> Herr, die Not ist gro\u00df! <br> Die ich rief, die Geister, <br> Werd&#8216; ich nun nicht los. <br><\/p>\n\n\n\n<p>     &#8222;In die Ecke, <br>     Besen! Besen! <br>     Seid&#8217;s gewesen! <br>     Denn als Geister <br>     Ruft euch nur, zu seinem Zwecke, <br>     Erst hervor der alte Meister.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Unter Sternen von G. Keller<\/h2>\n\n\n\n<p>Wende dich, du kleiner Stern,<br>\nErde! wo ich lebe, <br>\nDass mein Aug&#8216;, der Sonne fern,<br>\nSternenw\u00e4rts sich hebe!<\/p>\n\n\n\n<p>Heilig ist die Sternenzeit, <br>\n\u00d6ffnet alle Gr\u00fcfte; <br>\nStrahlende Unsterblichkeit <br>\nWandelt durch die L\u00fcfte.<\/p>\n\n\n\n<p>Mag die Sonne nun bislang <br>\nAndern Zonen scheinen,<br>\nHier f\u00fchl&#8216; ich Zusammenhang <br>\nMit dem All&#8216; und Einen!<\/p>\n\n\n\n<p>Hohe Lust, im dunklen Tal,<br>\nSelber ungesehen,<br>\nDurch den majest\u00e4t&#8217;schen Saal<br>\nAtmend mitzugehen!<\/p>\n\n\n\n<p>Schwinge dich, o gr\u00fcnes Rund,<br>\nIn die Morgenr\u00f6te!<br>\nScheidend r\u00fcckw\u00e4rts singt mein Mund<br>\nJubelnde Gebete!<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"599\" src=\"http:\/\/chuchichaeschtli.li\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Adventskranz.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-165\" srcset=\"http:\/\/chuchichaeschtli.li\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Adventskranz.jpg 800w, http:\/\/chuchichaeschtli.li\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Adventskranz-300x225.jpg 300w, http:\/\/chuchichaeschtli.li\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Adventskranz-768x575.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Freude ist eine Liebeserkl\u00e4rung an das Leben A.L. 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